Schenkung unter Lebenden


Das Verschenken (vorweggenommene Erbfolge) als Alternative zum Vererben

Vorteile der vorweggenommenen Erbfolge gegenüber dem Vererben:

  • Der Vollzug der Vermögensübergabe erfolgt noch durch den Übergeber selbst.
  • Pflichtteilsergänzungsansprüche weichender Geschwister können entfallen (10- Jahresfrist nach § 2325 Abs. 3 BGB und Möglichkeit von Pflichteilsverzichtsvereinbarungen zu Lebzeiten des Erblassers).
  • Der Übergeber kann sich lebzeitige Versorgungsleistungen durch den Übernehmer sichern (z. B. Wart- und Pflegeverpflichtung) oder Nutzung vorbehalten (Stichwort: Wohnungsrecht, Nießbrauch).
  • Eine mehrfache Ausschöpfung schenkungssteuerlicher Freibeträge ist möglich, da sie sich alle 10 Jahre erneuern (§ 14 ErbStG); die Vermögensübergabe wird zu den Bedingungen des derzeitigen Erbschaftsteuerrechts vollzogen.
  • Die lebzeitige Übergabe kann auch sonstige steuerliche Vorteile bieten (z. B. Einkommensverlagerung auf Kinder).

Nachteile vorweggenommener Erbfolge gegenüber dem Vererben:

  • Der Übergeber verliert sein Vermögen bereits zu Lebzeiten (aber: Nießbrauchsvorbehalt, Wohnrechte, Geldrenten/dauernde Lasten sind möglich).
  • Der Übergeber kann über das bereits überlassene Vermögen selbst nicht mehr verfügen und die Überlassungsbedingungen nicht mehr ändern (aber: Rückforderungsrechte sind möglich)

Wolfgang G. Jans Rechtsanwalt

Friedrichstr. 11
96047 Bamberg

Telefon: 0951 302090 0951 302090